Datum: 18.04.2006

Quelle: NDR


„Mann braucht Mut“: Reportage über das Erwachsenwerden in Sibirien und der Mongolei
Sendetermin: Donnerstag, 20. April, 20.15 Uhr, NDR Fernsehen

Im Herzen Sibiriens, unweit des Polarkreises, lebt das Nomadenvolk der Nenet. Es ernährt sich in einer lebensfeindlichen Natur von seinen riesigen Rentierherden; in der Region sind Temperaturen von bis zu 60 Grad unter Null keine Seltenheit.
Vanuita und seine Familie haben eine Herde von mehr als 3000 Tieren. Er ist über 60 Jahre alt und wartet sehnsüchtig darauf, dass sein 14-jähriger Enkel Pouiko die Schule beendet, damit er ihn zu seinem Nachfolger ausbilden kann. Dazu gehört vor allem die Entwicklung von Verantwortungsgefühl und großer Härte gegen sich selbst, aber auch das Erlernen überlebenswichtiger, waidmännischer Fähigkeiten wie das Erkennen von Bären- oder Wolfsspuren.

Einige Tausend Kilometer weiter südlich, am Fuß des Altai-Gebirges in den unendlichen Steppen der Mongolei, lebt Natsag mit seiner Großfamilie und seiner Kamelherde. Auch Natsag ist alt. Einer seiner beiden Enkel soll sein Nachfolger als Clanchef und Herdenführer werden. 80 Kamele gehören der Familie. Der neue Clanchef hat nicht nur die Verantwortung für die Tiere, sondern auch für alle Mitglieder der Familie. Um sich entscheiden zu können, überträgt er beiden Enkeln verantwortungsvolle und schwierige Aufgaben, die sie ? ganz auf sich gestellt ? bewältigen müssen, zum Beispiel das Auffinden neuer Weideflächen.

In seinem Film „Mann braucht Mut“, den das NDR Fernsehen am Donnerstag, 20. April, um 20.15 Uhr zeigt, erzählt Benôit Ségur in faszinierenden Bildern und Erlebnissen vom Erwachsenwerden junger Männer in einer Welt, die es vielleicht in dieser Form nicht mehr lange geben wird.



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