Datum: 21.05.2006

Quelle: NDR Fernsehen Presse und Information


TV-Tipp: mare TV – Friesland
06. Juli 2006, 20.15 Uhr, NDR Fernsehen. mareTV. Friesland. Weite, Wellen und noch Watt. Fryslân, Friislon, Fräislound, Freesland, Friesland – die Landschaft an der Küste der Niederlande, Deutschlands und Dänemarks hat in drei Sprachen und vielen Dialekten klangvolle Namen. Doch bei aller Vielfalt der Bezeichnungen – die herbe Schönheit ist den verschiedenen Friesenregionen gemeinsam. Ebenso der Hang der „internationalen“ Friesengemeinde zu besonderen Aktivitäten im und am Wasser. Das wohl skurrilste Pferdesport-Ereignis der Welt findet seit 1902 bei Cuxhaven statt: Das Duhner Wattrennen. Duhnen ist geographisch zwar knapp hinter der friesischen Grenze belegen, dafür sind dort Friesenpferde am Start und Friesen im Sattel und auf dem Sulky. Die Uhrzeit für den Start des Duhner Wattrennens wird mithilfe des „Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie“ auf die Minute genau festgelegt, damit Traber und Galopper vor der Flut im Ziel sind. Wer hier bestehen will, muss bei Ebbe viele Monate auf dem seifigen Meeresgrund trainieren und darf vor allem nicht auf das falsche Pferd setzen, die wenigsten von ihnen mögen das Watt. Der friesische Schornsteinfeger Helmut Lau dagegen liebt das Laufen im Watt, für ihn ist es der schönste Teil seiner Arbeit. Zuständig für die Halligen Gröde und Habel kehrt er zweimal im Jahr den Kamin von Vogelwart Lorenz Nikolowsky auf einem einsamen Eiland. Ab und zu nimmt Lau seinen Sohn mit auf diese Tour, weil der Tagesmarsch von Dagebüll durchs Watt so herrlich ist. Aber das Watt hat auch seine Tücken, daher ist es sicherer, in Begleitung zu gehen. Außerdem befindet sich in Friesland die kürzeste Linienflugstrecke Europas. Elfmal täglich pendelt ein Flugzeug zwischen Harle und der Insel Wangerooge, bei schlechtem Wetter beträgt die Flugzeit fünf Minuten, bei guter Sicht geht es schneller. Zur täglichen Fracht gehören holländische Blumen, und mancher Insulaner lässt sich seinen frisch gekauften Salat einfliegen, damit er während der Wartezeit auf die tidenabhängige Fähre nicht welkt. Für die Piloten auf dieser Linie ist es ein Höhepunkt, nach Pfingsten regelmäßig Heuler zu transportieren. Die von der Mutter getrennt aufgefundenen kleinen Seehunde dürfen als „Freiflieger“ mit aufs Festland und kommen dann in die Aufzuchtstation. „mareTV“ ist eine Kooperation mit der Zeitschrift „mare“.



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