FineArtReisen® Artikel Nr. 20569 vom 02.08.2009


Wer nicht kommuniziert, verliert

Randgedanken zum Informationsverhalten der Reisenden und dem Informationsangebot deutscher Reisedienstleister

Die Zahlen sprechen für sich, so dachten wir schon vor Jahren und setzten bewusst auf das „neue“ Informationsmedium Internet als wir 2006 mit FineArtReisen, die Reisezeitung begannen - im Internet und bewusst nicht auf Papier (Es hört sich ehrlich gesagt auch ein wenig merkwürdig an: FineArtReisen, die Reisezeitung im Kiosk). Die alljährlich wiederkehrende Leier der Statistiken unterschiedlicher Quellen bestätigt dies eigentlich. 80% der Reisen - so heißt es allenthalben - werden aufgrund von Informationen aus dem Internet entschieden. Der VIR (Verband Internet Reisevertrieb) rechnete unlängst vor, dass 94% der 16- bis 64-jährigen Onliner sich im Internet über ihre Reise informieren.

Erschreckend dagegen ist die Erfahrung, die ich unlängst machen durfte, als ich im Zuge unseres Themenschwerpunktes Bayerischer Wald einige Reisedienstleister antelefonierte, um mit Ihnen über das Internet als Informations- und Content-Pool zu diskutieren. „Das bringt nichts, das Internet ...“, schallte es mir nicht selten aus dem Telefonhörer entgegen und flugs darauf wurde das Gespräch meist beendet. Nun ja, denkt man sich, der „Waldler“ ist nunmal so. Jedoch wurde mir Gleiches aus der Bodenseeregion bestätigt. Bei dem ein oder anderen, mit dem ich dann doch tiefer ins Gespräch einsteigen konnte, kristallisierte sich heraus, dass man natürlich im Internet präsent ist. Eigene Webseiten der Anbieter sind da obligatorisch. Das Reisebuchungsportal des örtlichen Tourismusvereins gehört ebenso zum Standard wie der Eintrag in mehrere(!) kostenpflichtige Branchenportale - nur - der Erfolg bleibt aus.

Mit reichlich Information und Webadressen gefüttert, durchstöberte ich einmal mehr die Internet-Reise-Welt. Dank Google-PageRank- und AlexaTraffic-Rank-Anzeige im Browser konnte ich auch schnell Antworten dazu finden, warum "es nichts bringt", das Internet. Webseiten mit einem ansehnlichem Google-PageRank gibt es wenig, dafür umso mehr Webseiten mit auffällig veralteten Inhalten und einem deutlich sichtbaren Aktualierungsdatum von Anno dazumal. Kein Wunder, dass diese Webseiten nicht sonderlich erfolgreich sind. Jedenfalls liefert die Suchmaschine Google auf die Frage nach „Reiseinformationen Bayerischer Wald“ ganz andere Ergebnisse als Verweise auf die Buchungsseiten der Tourismusvereine, entsprechende Branchenportale oder Webseiten von Reisedienstleistern. Noch nicht einmal Reisebüros oder anderweitige Reiseangebote werden auf den vorderen Seiten gelistet. Sie können die Begriffskombinationen im übrigen beliebig durchprobieren und Sie werden letztlich immer auf das gleiche Ergebnis stoßen. Auf der Suche nach „Reiseinformationen ???“ stoßen Sie in aller Regel auf alles andere, nur nicht auf das Informationsangebot der jeweiligen Reisedienstleister. Noch nicht einmal indirekt durch Übernahme in andere Portale. Gleiches gilt für so eine schöne Suchkombination wie „musik naturklänge zelten konzert alpen“, die einen Informationsbedürftigen auf den Weg zu FineArtReisen brachte.

Das Rechercheergebnis macht nachdenklich. Einerseits zeigt gerade die Suche nach „musik naturklänge zelten konzert alpen“, wie differenziert heutzutage das Informationsbedürfnis der Reisenden ist. Andererseits ist deutlich zu erkennen, wie wenig Antworten „der“ deutsche Reisedienstleister, „das“ örtliche Hotel und sein touristischer Dachverband darauf zu geben hat. Was unweigerlich dazu führt, dass genau jene Webseiten recht wenig von Erfolg gekrönt sind. So betrachtet stimmt es, dass es nichts bringt, das Internet.

„Wer nicht wirbt, stirbt“ lautet ein flotter Spruch aus der Marketingbranche.

Ich behaupte: Wer nicht kommuniziert, verliert.


 


Ihr
Armin Rohnen






Armin Rohnen - Herausgeber
Der Weg vom Unterwasserfotografen zum Globetrotter und weiter zum Herausgeber von FineArtReisen, die Reisezeitung im Internet. Bereits in früher Jugend fielen die Bilder des fotografischen Autodidakten Armin Rohnen auf. Damals bereits entwickelte er seine Vorliebe für den Bereich der Natur- und Reisefotografie. Während seines Wehrdienstes erlernte er die Schwarz-Weiß Labortechnik. Eine Spielwiese der Kreativität, die ihn nicht mehr loslassen sollte. Später während seines Studiums an der FH Köln legte er sich sein erstes Fotolabor zu. [lesen Sie hier weiter]





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