Bildquelle: VisitDenmark

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FineArtReisen® Artikel Nr. 58299 vom 12.04.2012
Quelle: FVA D鋘emark

Jazzfestival Kopenhagen - Dänemarks größtes Musikereignis

It‘s Show Time in der dänischen Hauptstadt! Vor lauter Tänzern sieht man auf der Altstadtgasse Niels Hemmingsensgade den Asphalt nicht mehr. Am Jazzhouse, einem von zwei Top-Jazzclubs Kopenhagens, swingt eine Hundertschaft Hüfte an Hüfte. Ein paar Gassen weiter halten tausend Leute den urigen Platz Grabrødretorv besetzt, während ihnen ein Quintett eine frankophone Version von Jazz auf die Ohren gibt. Bier schwappt im Takt aus Halbliter-Bechern. Aus allen Seitengassen der Top-Ladenstraße Stroget echot Musik, die offbeat getaktet ist und deshalb zum kollektiven Wippen reizt. Das Kopenhagener Jazzfestival im Juli wirkt alljährlich wie ein Spinnennetz improvisierter Klangfäden, das die ganze Stadt zehn Tage in einem Kokon größtmöglicher öffentlicher Lockerheit vibrieren lässt.
 
Meeting für unerhörte Töne
Einkaufsmeilen, Pubs, Cafés, Kirchen, Musikläden, Innenhöfe, Museen, Schlösser, Parks, Bahnhöfe, Zoo, Seeufer: an über 100 Spielorten werden Dänen und Touristen mit Jazz infiziert. Diese Straßenkompatibilität macht das Kopenhagener Jazzfest zum prickelnd anarchischen und zugleich auch bei Topmusikern hochbeliebten Meeting für unerhörte Töne. Begabte dänische Jungspunde treffen internationale Altstars. „Sonny Rollins blieb für drei Tage und sagte so viele nette Dinge über Kopenhagen, dass mir das Herz überlief“, sagt Festivaldirektorin Signe Lopdrup.

Wer Kneipenenge und gute Bierauswahl schätzt, kann zweimal am Tag im gemütlichen Café Bartof in Frederiksberg für jeweils sieben bis zehn Euro Jamsessions allererster Güte beiwohnen. Täglich werden Plätze zwischen Universität und Vor Frue Kirche, am Schauspielhaus, im Ausgehhafen Nyhavn und am Kulturhafen Islands Brygge bespielt. Die große Mehrzahl der Konzerte kostet nichts, wie etwa im famosen Stadtpark Kongens Have. Die kinderfreundliche Stadt hat gar ein tägliches  Programm „Jazz for Kids“, wo angesagte Bands gern für ausgelassenes Spektakel sorgen - etwa vor dem Staatlichen Kunstmuseum.
 
Kopenhagen wird mit Jazz echt sexy
Während gleichzeitig im Museum der improvisatorisch-lyrische Saxofonist Torben Snekkestad aus Norwegen mit dem englischen Topbassisten Barry Guy, dem Dänen Søren Kjæergaard am Flügel und dem drummenden Altmeister Andrew Cyrille kammermusikalisch musiziert. Snekkestad trifft man später in den Backsteinställen des alten Schlachterviertels als sehr schrägen Multibläser vor blonden Girls wieder, während Cyrille im Schauspielhaus Solo-Schlagzeug spielt.

„Kopenhagen wird mit Jazz echt sexy“, kommentiert ein rhythmusbegabter schwarzer Einheimischer die Mischung aus High Heels auf Kopfsteinpflaster, Bier und Swingtanzen. Peter Marrot, Trompeter, weiß und ebenfalls einheimisch, sieht‘s gern: „Wir brauchen mehr Show Time im manchmal etwas verkopften dänischen Jazz.“ Wie sexy und romantisch-lyrisch dänischer Jazz auch klingen kann, beweist die einheimische Band „Girls in Airports“ vor Tausenden auf dem Vor Frue Plads. Martin Stender, Saxofonist in einer heißen Fünfer-Boygroup ohne Bass und Gitarre, findet: „Das ist die unjazzigste Jazzband, in der ich bislang gespielt habe.“ Noch intensiver in fast björkmäßig-verspielter Nordlandmusik geben sich spätabends Bands wie Grammofunch im efeuberankten Hof der Kunstakademie. Während der Tag am anderen Ende der Stadt, zwischen den beiden Hafenfreibädern, bigbandgewaltig mit dem Konzertmotto „Jazz by the Sea“ ausklingt.
 
Von den etwa 1.000 Konzerten beim bevorstehenden 34. Copenhagen Jazzfestival vom 6. bis 15. Juli 2012 sind nur etwa 170 quasi amtlich von Jazz.dk organisiert, der Rest arrangiert sich selbst. Topstars wie Wayne Shorter, Anoushka Shankar und Tony Allen werden wieder im Tivoli und Schauspielhaus auftreten, während draußen auf der Straße Newcomer der Szene sich mit etablierten Dänen wie Jakob Bro zusammen versuchen. Niemand läuft hier vor improvisierten Klängen davon. Die Dänen sind geradezu süchtig danach. Kopenhagenbesucher können sich daran satt sehen und hören.
 
Text: Bruno Lamar



Weitere Informationen: www.visitcopenhagen.de




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