FineArtReisen® Artikel Nr. 98416 vom 02.08.2013
Quelle: FVA Österreich - Salzburg Stadt

Wenn Puppen tanzen und der letzte Vorhang fällt…

Der Herbst steht in der UNESCO Weltkulturerbe-Stadt Salzburg ganz im Zeichen des 100. Geburtstags des Salzburger Marionettentheaters. Zwei Jazz-Festivals locken internationale und heimische Jazzgrößen an. Zudem bringen die einzigartige Salzburger Bierkultur, ein neues Musikfilm-Festival und mörderische Pflanzen im Museum der Moderne frischen Wind in die herbstliche Mozartstadt.

Geburtstagskind des Jahres ist zweifelsohne das Salzburger Marionettentheater, das sein 100-jähriges Bestehen feiert. Aus diesem Anlass wurden zwei neue Stücke ins Programm aufgenommen: Nach der erfolgreichen Premiere des Märchens „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ im Februar wird im Herbst „Alice im Wunderland“ (Premiere: 20.9.2013) zum ersten Mal über die Bühne gehen. Die rund 50 Figuren aus Lindenholz werden in sorgfältiger Handarbeit in der Marionettenwerkstatt geschnitzt und liebevoll kostümiert. Die laufende Sonderschau im Foyer des Marionettentheaters beleuchtet den Ursprung und die Bedeutung des Puppenspiels sowie Beginn und Entwicklung des Salzburger Marionettentheaters im Laufe von 100 Jahren.

Das Salzburg Museum widmet sich der Entstehung des Marionettentheaters und seinem Gründer Anton Aicher. Die Sonderausstellung „Anton Aicher – 100 Jahre Salzburger Marionettentheater“ ist von 27. September 2013 bis 2. März 2014 zu sehen. Der gebürtige Steirer und akademische Bildhauer führte am 27. Februar 1913 erstmals mit „seinen“ Marionetten die Mozartoper „Bastien und Bastienne“ auf. Was folgte, ist eine abwechslungsreiche Erfolgsgeschichte des Salzburger Marionettentheaters, das mit seinen fantasievollen Vorführungen bald auf der ganzen Welt bekannt wurde. Das Theater konnte seit seiner Gründung immer wieder namhafte Bühnenbildner und Regisseure für Produktionen gewinnen, insgesamt wurden rund 150 Stücke mit ungefähr 1.000 Puppen aufgeführt. Jährliche Tourneen führten die Salzburger Marionetten schon über den ganzen Globus – dieses Jahr steht im November und Dezember eine große Amerika-Tour auf dem Programm.

Wenn der letzte Vorhang fällt…
Der Salzburger Jazzherbst, eines der elegantesten und hochkarätigsten Jazz-Festivals Europas mit österreichischen und internationalen Stars, wird dieses Jahr (23.10. bis 3.11.2013) zum letzten Mal die Mozartstadt Salzburg in ein Mekka für Jazzfans verwandeln. Das Pre-Opening zum 18. Salzburger Jazzherbst findet am 8. Oktober 2013 mit Paolo Conte „In Concerto“ im Großen Festspielhaus statt. Geplant sind Matinéen in der Stiegl-Brauwelt mit Timna Brauer und Elias Meiri, Norbert Schneider & Band, Karl Ratzer All Stars sowie Jake & Elwoods Blues Review. Einer der Höhepunkte ist der Auftritt des Orquestras Buena Vista Social Club mit der Sängerin Omara Portuondo und dem Gitarristen Eliades Ochoa im Großen Festspielhaus. Hochkarätige Künstler wie das James Morrison Quartet, das Kyle Eastwood Quintet, Jake & Elwood’s Blues Review, das Jeff Hamilton Trio oder Norbert Schneider & Band runden den Konzertreigen ab.

Bereits seit 14 Jahren ist das Festival Jazz & The City fester Bestandteil der herbstlichen Kulturszene Salzburgs. Von 9. bis 13. Oktober 2013 machen dieses Jahr 100 Konzerte aus den Bereichen Jazz-, World- und Electronic Music bei freiem Eintritt die gesamte Altstadt zur Jazz-Bühne.

Zünftig feiern und genießen in der Bierhauptstadt Salzburg
Auf den Plätzen rund um den Salzburger Dom findet jeden Herbst der traditionelle Rupertikirtag statt. Das beliebte Domkirchweihfest zu Ehren des Salzburger Landespatrons St. Rupert geht auf das 8. Jahrhundert zurück: Am 24. September 774 wurde der Dom den beiden Heiligen Petrus und Rupert geweiht und dieser Tag zum Feiertag des Heiligen Rupert erklärt. Heuer erwartet die Besucher des Rupertikirtags (20.9. bis 24.9.2013) echtes Brauchtum aus Stadt und Land Salzburg am großen Handwerkermarkt, zünftige Volksmusik und traditionelle Tanzvorführungen, historische Fahrgeschäfte, Salzburger Schmankerl und frisch gezapftes Salzburger Bier. Der Rupertikirtag ist darüber hinaus ein willkommener Anlass, um das neueste Dirndl und die Lederhose wieder einmal auszuführen.

Nicht nur auf dem Rupertikirtag lässt sich die 600 Jahre alte Salzburger Bierkultur aktiv erleben: Mit zehn Brauereien in der Stadt Salzburg und Umgebung kommen jene Genießer auf ihre Kosten, die traditionsreiche Biere, moderne Braukunst und gehobene Trinkkultur zu schätzen wissen. Im Frühjahr 2013 wurden elf der bekanntesten Salzburger Bierlokale nach einem strengen Prüfungsverfahren zertifiziert und mit dem Titel „Salzburger Bierkultur - ausgezeichneter Betrieb“ prämiert. In den Bierkultur-Lokalen dreht sich alles um den richtigen Biergenuss: angefangen beim richtigen Zapfen, über Gläserpflege und Glaskultur, bis hin zur Erstellung einer ausführlichen Bierkarte.

Ein „Muss“ für Bierliebhaber sind etwa das Augustiner Bräustübl in Mülln und der Stieglkeller am Weg zur Festung Hohensalzburg. Während im Augustiner Bräu das frische Bier direkt aus dem Holzfass in urige Steinkrüge gezapft wird, bietet der Stieglkeller einen einmaligen Ausblick über die Salzburger Altstadt. Auf der anderen Salzachseite befinden sich das Bierlokal „Zum fidelen Affen“, wo in alten Gemäuern feine Salzburger Gerichte und Biere serviert werden, sowie „Die WEISSE“, die seit 1901 ein hervorragendes in der Flasche vergorenes Weißbier braut und ihren Gästen eine einzigartige Mischung aus Gemütlichkeit und In-Lokal bietet.

Premiere für ein neues Musikfilm-Festival und eine große Musical Gala
Das „My Sound of Music“ Musikfilm-Festival feiert diesen Herbst (12.9. bis 15.9.2013) seine Premiere in Salzburg. Das Medien und Location übergreifende Festival zeigt Musikfilme, veranstaltet Konzerte und lädt zu Workshops und einem musikalischen Brunch. Ziel ist es, über die Musik Menschen für Themen zu begeistern, zu denen sie sonst keinen Zugang haben: „Musik als politisches Ausdrucksmittel“, „Globale Musik & Genderfragen“, „Volksmusik im 21. Jahrhundert“ und „Musikvideo als Kunstform“ lauten die thematischen Schwerpunkte des Festivals, welche die großen Geschichten hinter der Musik erzählen. Denn: Wer Musikkultur portraitiert, zeichnet stets auch ein Bild der Gesellschaft, in der sie stattfindet. „My Sound Of Music“ geht einen Schritt weiter und trägt den Inhalt der Filme aus dem Kino hinaus auf die Straße, die Konzertbühne, in den Club.

Die Salzburger Kulturtage (16.10. bis 27.10.2013) zählen seit ihrer Gründung im Jahr 1972 zu den Highlights im Salzburger Kultur-Herbst. Auf dem diesjährigen Programm stehen Höhepunkte wie die Gastspiele des Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo, die erste Musical Gala der Kulturtage mit Musical-Star Uwe Kröger und das Musikkabarett „Nacht des Schicksals“ mit dem Streichquartett „Salut Salon“. Den glanzvollen Abschluss bildet das Konzert des Salzburger Domchores mit dem Orchester der Dommusik, das Haydns „Die Schöpfung“ im Salzburger Dom zum Besten geben wird.

Mörderische Pflanzen und „Political Correctness“
Vielschichtig und opulent präsentiert sich die Ausstellung „Flowers & Mushrooms“ (27.7. bis 27.10.2013) im Museum der Moderne Mönchsberg. Renommierte zeitgenössische Künstler wie Andy Warhol, Marc Quinn oder David LaChapelle zeigen eindrucksvoll, dass Blumen und Pilze über ein rein dekoratives Motiv hinaus weit mehr Bedeutungsebenen in sich bergen: Sie stehen als Sinnbilder für Vanitas und Erotik, Lebenszyklus und Politik, Überschwang und Kitsch. Der österreichische Künstler Hubert Scheibl führt die Natur-Thematik in seiner begleitenden Werkschau „Plants & Murders“ (20.7. bis 20.10.2013) weiter. Seine Arbeiten konfrontiert Scheibl in kongenialer Weise mit botanischen Modellen von Robert Brendel, die gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Lehrobjekte in Berlin entstanden. Scheibl studierte bei Max Weiler und Arnulf Rainer und gehörte in den 1980er Jahren der österreichischen Künstlergruppe „Neue Wilde“ an.

Ab November (9.11.2013 bis 2.3.2014) präsentiert das Museum der Moderne Mönchsberg mit der Ausstellung „Under pressure. Politik in der zeitgenössischen Fotografie“ unterschiedliche Werke mit den zentralen Themen Politik, politische Repression und bewaffnete Konflikte. Parallel dazu zeigt die Sonderschau „Political Correctness“ von Tanja Boukal (9.11.2013 bis 9.3.2014) Menschen und deren Umgang mit Veränderungen innerhalb gesellschaftlicher Beziehungen und Stimmungen. Mittel ihrer Auseinandersetzung sind fotografische Vorlagen: Medienbilder zu politischen Konflikten, deren Oberflächlichkeit sie mit verschiedensten kunsthandwerklichen Techniken enthüllt. Die dritte große Ausstellung „Malermeese – Meesermaler“ (16.11.2013 bis 9.3.2014) zeigt das vielgestaltige Werk von Jonathan Meese. Der deutsche Künstler gilt als „enfant terrible“ der zeitgenössischen Kunstlandschaft und setzt sich in seinen Werken mit Persönlichkeiten der Weltgeschichte, Ur-Mythen und Heldenepen auseinander.

Kulinarik-News: Purer Genuss vom Koch des Jahrzehnts
Mitte Mai eröffnete Jörg Wörther, Österreichs erster „Koch des Jahrzehnts“, sein neues Restaurant „Ceconi’s” im Salzburger Stadtteil Nonntal. Namensgebend ist die Ceconi-Villa, in der das Restaurant seine Heimat gefunden hat. Die Küche ist länderübergreifend: Der kulinarische Bogen spannt sich von Salzburg über die Hohen Tauern und Kärnten bis ins Gebiet von Veneto und Istrien. Handwerkskunst der Küche, Leidenschaft im Detail und die Qualität der Zutaten mit besten, frischen Produkten aus diesen Regionen gehören zur Philosophie von Jörg Wörther. Die Küchenkunst spiegelt sich in puren Gaumen-Köstlichkeiten wider, die Gerichte zeichnen sich durch Qualität und Regionalität aus: Der gebeizte Bachsaibling mit Gemüse und Artischocken, das saftige Kotelett vom Mangalica-Schwein oder die Bratwurst vom Lava-Grill kommen werden unaufgeregt und dennoch kreativ auf die Teller gebracht. Den einzigartigen Blick auf die Festung Hohensalzburg gibt es inklusive.



Weitere Informationen: www.salzburg.info




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