Sabine Pauly macht aus Schokolade und weiteren edlen Zutaten echte Gaumenschmeichler. Quelle: Holger Bernert

FineArtReisen® Artikel Nr. 126503 vom 24.07.2014
Quelle: FVA D Rheinland-Pfalz

Süße Sinnlichkeit

Was haben Bill Gates, Steve Jobs und Sabine Pauly gemein? Ihre beruflichen Karrieren begannen in Garagen. Während die beiden Herren in Sachen Computertechnik zu Weltruhm gelangten, führte der berufliche Weg von Deutschlands erfolgreichster Pâtissiere in die wunderbare Welt der Schokolade. Die Garage auf dem elterlichen Bauernhof in Mayen-Alzheim hat Sabine Pauly längst verlassen. In Bendorf hat sie sich mit der eigenen Schokoladenmanufaktur einen Lebenstraum erfüllt und vertreibt ihre leckeren Verführer sehr erfolgreich unter der Bezeichnung „La Fleur du Chocolat“.

Ganz langsam dreht sich die Schokolade im Edelstahltopf. Durch das ständige Umrühren wird die sortenreine Edelschokolade für den nächsten Verarbeitungsschritt vorbereitet. Locker leicht verteilt Sabine Pauly die braune Masse auf der temperierten Arbeitsfläche. Ein herrlicher Duft aus Kakao und Zitronenduft liegt in der Luft. In ihren Pralinen verarbeitet sie all diese feinen Zutaten und Aromen zu kleinen Kunstwerken, die auf der Zunge nicht nur zergehen, sondern vielmehr zu einer zarten Geschmacksexplosion führen. Wer eine sinnliche Entdeckungsreise durch die verführerische Welt der Schokolade unternehmen möchte, sollte unbedingt Station bei Sabine Pauly in Bendorf machen. Dort bietet sie ihre köstlichen Kreationen an. Nach den unwiderstehlichen Sinnesfreuden müssen Begriffe wie zart schmelzend völlig neu definiert werden. Ein Hochgenuss für den Gaumen.

Sabine Pauly war schon während ihrer Ausbildungszeit als Köchin ein Supertalent. Die Lehre beendete sie als Jahrgangsbeste in Rheinland-Pfalz. Es folgten Wanderjahre durch die deutsche Edelgastronomie. Doch das machte sie nicht wirklich glücklich. Erst im Restaurant „Caroussel“ in Dresden entdeckte sie ihre wahre Leidenschaft. Fortan spezialisierte sie sich, der Haute Cuisine überdrüssig, in den süßen Verführungen aus Schokolade. In der renommierten Pâtisserieschule „SweetArt“ von Robert Oppeneder in München und in der „École du Grand Chocolat“ im französischen Tain L’Hermitage holte sie sich den Feinschliff für ihre Tätigkeit in Dresden. Sechs Jahre lang war sie für die Patisserie im Sternerestaurant „Caroussel“ verantwortlich. In dieser Zeit entwickelte sie über zwanzig Pralinensorten und überraschte die Gäste mit einem großen Sortiment an ausgefallenen Petit Fours. „Diese Zeit möchte ich nicht missen. Das hat mir wirklich großen Spaß bereitet.“

Ihren ersten kulinarischen Ritterschlag erhielt Sabine Pauly 2005, als der Gault Millau sie zur Pâtissiere des Jahres kürte. Drei Jahre später holte sie Kochlegende Helmut Thieltges in sein Drei-Sterne-Reich nach München. Doch richtig glücklich geworden ist sie dort nicht. Erst der Schritt in die Selbstständigkeit war ein Befreiungsschlag. Und den hat sie bis heute nicht bereut. Im Gegenteil. „Ich habe den Grad der Selbstbestimmung erreicht, den ich für meine kreative Arbeit und den damit verbundenen Qualitätsanspruch brauche.“

Und der Qualitätsanspruch ist bei der Sabine Pauly ganz oben angesiedelt. Ohne Wenn und Aber. Die Garage auf dem elterlichen Bauernhof ist mittlerweile Geschichte. „Die Räumlichkeiten platzten aus allen Nähten.“ Etwas Neues musste her. So zog sie mit ihrer Manufaktur „La Fleur du Chocolat“ nach Bendorf. Für viele Genießer ist das Geschäft zum Dorado geworden. Aus einem Umkreis von 150 Kilometern pilgern die Kunden in den Landkreis Mayen-Koblenz, um eine der begehrten Pralinen, Schokoladen oder ihre Gebäckköstlichkeiten zu erhaschen. Mittlerweile ist die Auswahl allein bei den Pralinen auf über 60 Sorten angewachsen. In ihren handwerklich aufwändig produzierten Kreationen fügt sie zum Beispiel Litschi und Limone zu einer Sinfonie für den Gaumen zusammen, macht aus einem Haselnussgeist von Hubertus Vallendar eine süße Verführung oder füllt eine Mille feuille von Mandel und Haselnüssen mit einer Ganache aus Ivoire und Pistazien. Einfach köstlich. „Man kann aus fast allen Zutaten eine Praline machen“, sagt die experimentierfreudige Schokoladenexpertin, die ihr Fachwissen auch gerne in Seminaren weitergibt. „Nur von Fisch und Knoblauch lasse ich die Finger. Aber Pralinen mit Tiroler Speck mit Karamell und Espresso oder Bierpralinen mit Mango sind durchaus machbar.“

Sabine Pauly möchte zwar keine Eulen nach Athen tragen, aber dafür Schokolade in die Schweiz. Denn die Eidgenossen fahren auf die Spezialitäten aus der Bendorfer Chocolaterie mächtig ab. Die Bestellungen aus der Alpenrepublik nehmen stetig zu. Der Exportanteil des kleinen Unternehmens wächst. In der Kundenkartei stehen Naschkatzen aus ganz Europa und Übersee. Die Zeichen stehen weiterhin auf Expansion. Demnächst will die umtriebige Pâtissiere „La Fleur du Chocolat“ bundesweit bekannter machen. Es ist ein Flagstore mit ihren köstlichen Kreationen irgendwo in Deutschland geplant. Aber mehr wollte sie noch nicht verraten.

Text: Holger Bernert



Weitere Informationen: www.rlp-info.de




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