Tourismusregion Aller-Leine-Tal
Am Markt 1
29690 Schwarmstedt
Tel.: (05071) 86 88
touristinfo@ller-leine-tal.de
www.aller-leine-tal.de



FineArtReisen® Artikel Nr. 190869 vom 15.01.2017
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Wasserreiche Lüneburger Heide das Aller-Leine-Tal

So unterschiedlich wie die Landschaft der Lüneburger Heide, so unterschiedlich sind auch die darin verborgen liegenden Geschichten. Im Süden der Region liegt eine bezaubernde Flusslandschaft, die man so in der Lüneburger Heide nicht erwarten würden: das Aller-Leine-Tal. Die Aller ist kein großer Fluss, wie beispielsweise die Elbe oder die Weser, aber dafür sehr beeindruckend und wahrhaft romantisch. Breit, still und gemächlich zieht sie ihr blau schimmerndes Band schleifenförmig durch das Aller-Leine-Tal. Ihre ruhige Fließgeschwindigkeit zieht Flusswanderer magisch an und bereitet ihnen naturnahe Stunden in der idyllischen Landschaft. An ihrem Ufer weiden Kühe, Pferde grasen sattgrünes Allergras und sogar Kraniche und Reiher stelzen nach einem Fischfang gemächlich durch die Allerwiesen. Die Aller wird oft als der Fluss der 100 Quellen bezeichnet. In vielen Abschnitten fließt sie noch in einer natürlichen Landschaft durch Wiesen und Wälder, entlang kleiner Siedlungen und Dörfer. Lassen Sie sich auf Ihrer Radtour von der Schönheit des Flusses inspirieren und entdecken Sie die Heimat von Storch und Heidelbeere.

Sommerresidenz vieler Weißstörche
Das Aller-Leine-Tal mit der Aller und seinen idyllischen Ortschaften ist ein wahres Paradies für Weißstörche. Vor allem die weiten Wiesenflächen entlang der Aller bieten den Weißstörchen genügend Nahrung, um ihre Jungen aufzuziehen. Alljährlich Ende März bis Anfang April kehren die Weißstörche aus ihren warmen Winterquartieren zurück in ihre bestehenden Brutnester und beginnen sich zu paaren. Ein Weißstorch kann bis zu fünf Eier legen und die Brutdauer beträgt zwischen 30 und 32 Tagen. Mitte August verabschieden sich die Weißstörche wieder und ziehen sich zurück in ihre warmen Winterquartiere. Die beste Zeit um Alt- und Jungstörche in ihren Nestern zu beobachten ist von Mitte Mai bis Mitte Juli. Anschließend werden die Jungstörche flügge und erkunden die umliegenden Felder und Wiesen. Fast jeder Ort im Aller-Leine-Tal verfügt über ein Storchennest. Manchmal ist es der Schornstein der Bäckerei und manchmal das Dach eines Bauernhofes oder sogar der Kirchturm des Gemeindepastors, auf dem der Storch sein Nest gebaut hat. Eine Radtour von Storchennest zu Storchennest ist die schönste Art und Weise, den Störchen im Aller-Leine-Tal einen Besuch abzustatten. Zwei 30 Kilometer lange ausgewiesene Rundtouren führen Sie direkt zu den Nestern. Ab Mitte Juli empfehlen wir Ihnen, während des Radelns die Blicke aufmerksam über die Landschaft schweifen zu lassen. Denn dann sind die Jungstörche neugierig. Sie verlassen ihre Nester und sind auf den umliegenden Wiesen und Feldern unterwegs.

Heimat der Heidelbeere
Das größte Heidelbeeranbaugebiet Deutschlands und eines der größten in Europa liegt hier im Aller-Leine-Tal. Insgesamt bauen heute etwa 50 Betriebe auf rund 500 Hektar in der Lüneburger Heide die dicken, saftig-prallen Kulturheidelbeeren an. Die Liebhaber der Heidelbeeren, auch Blaubeeren oder im Plattdeutschen Bickbeeren genannt, können die Zeit bis Juli kaum abwarten. Dann sind sie reif, und die aromatischen, süß-säuerlichen Beeren landen vielerorts erst auf den Selbstpflück-Plantagen im Eimer, und später pur, oder in vielen leckeren Variationen im Mund. Da Heidelbeeren auch zu den Heidekrautgewächsen gehören, fühlen sich die Pflanzen auf den Böden des Heidekreises sehr wohl. Sie schmecken nicht nur sehr gut – auch als Heilmittel haben sie sich einen Namen gemacht. Sie bekommen Heidelbeeren während der Saison in den Hof-Läden der Region, direkt auf den Heidelbeerplantagen. Ein besonderes Beeren-Erlebnis bieten die Blauen Höfe – ein Zusammenschluss authentischer Heidelbeerbetriebe, die Gäste gerne empfangen und Einblicke in den Hofbetrieb gewähren.

Aller-Radweg
Die perfekte Verbindung zwischen Weser- und Elberadweg schafft der Aller-Radweg auf 328 km. Eine der beliebtesten Etappen führt durch die Flusslandschaft des Aller-Leine-Tals.

Zwischen der Residenzstadt Celle und der Reiterstadt Verden liegen rund 110 km Aller-Radweg und eine Menge Sehenswertes. Gleich zu Beginn lädt Celle mit seinem historischen Flair ein. Das 1292 erbaute Herzogschloss und die über 450 Fachwerkhäuser – überwiegend aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert – bilden ein einzigartiges Fachwerkensemble und prägen das Gesicht der Stadt. Die Fachwerk-Altstadt blieb im Zweiten Weltkrieg von Zerstörung verschont, sie steht unter Denkmalschutz und ist liebevoll restauriert. Weiter westwärts entlang der sanft geschwungenen Flusslandschaft der Aller Richtung Schwarmstedt wartet die richtige Abwechslung während der Tour, denn mehrere Schleusenanlagen müssen mit dem Rad passiert werden. Bis in die 1970er Jahre wurde die Aller für den Frachtverkehr genutzt; heute ist sie ein Revier für Freizeitkapitäne. Der Ort Wietze hält eine Überraschung bereit: früher auch als „Klein-Texas“ bekannt, förderte die Umgebung Anfang des letzten Jahrhunderts rund 80 % des in Deutschland benötigten Erdöls. Am Erdölmuseum haben Sie die Möglichkeit, sich anschaulich über die Zeit der Erdölförderung in der Heide zu informieren, die 1963 endete. An die Flusslandschaft haben sich die Menschen im Laufe der Jahrhunderte perfekt angepasst. Eine alte Fährverbindung brachte einst die Bauern zwischen Eickeloh und Grethem über die Aller zu ihren Äckern. Für die noch heute genutzte Gierseilfähre von 1925 gibt es zwar keinen Fährmann, jedoch besitzt jeder der dortigen Landwirte einen speziellen Fährschein. In Verbindung mit dem Aller-Radweg können Radler mit der Fähre übersetzen und nach diesem Highlight Ihre Fahrt entspannt fortsetzen. Hier, im Herzen des Aller-Leine-Tals, warten weitere spannende Geschichten. In Ahlden lebte im dortigen Schloss die Welfen-Prinzessin Sophie Dorothea, eine Urahnin vieler europäischer Königshäuser. Man wird Ihnen die Ereignisse gerne erzählen. Die Reise auf dem Aller-Radweg endet in der Reiterstadt Verden, in der das Thema Pferd in großen wie in kleinen Details erlebbar ist. Empfohlen ist z. B. ein Besuch im Deutschen Pferdemuseum.






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