FineArtReisen® Artikel Nr. 196123 vom 07.04.2017
Quelle: FVA D Mecklenburg-Vorpommern - Ostseebad Binz

Das Ostseebad Binz feiert seine weißen Villen

Luftige Loggien, romantische Erker, verspielte Balkone – die Binzer Bäderarchitektur bietet viel fürs Auge. Ein einladendes Entrée und mediterranes Flair als Visitenkarte für betuchte Sommerfrischler auf Quartiersuche, das war die Strategie der Binzer Gastgeber in den Anfangsjahren des Badelebens an der Ostsee. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts kam das Baden in der offenen See hierzulande in Mode und es entstand die bis heute unübertroffene Binzer Bäderarchitektur. Insbesondere entlang der Strandpromenade und im angrenzenden Ortskern finden sich unzählige Beispiele dieses einzigartigen Architekturstils, der streng genommen ein Mix aus Klassizismus, Neobarock und Jugendstil ist. Vom 1. bis 7. Mai stehen die berühmten weißen Villen und ihre Geschichte im Mittelpunkt besonderer Führungen, Aktionen, Vorträge und Ausstellungen zur „Woche der Bäderarchitektur“.

Zum Auftakt treffen sich Einheimische und Gäste am 1. Mai zum traditionellen Anbaden am Strand unterhalb des Kurplatzes. Im züchtigen langen Ringelbadeanzug geben sich die ersten „Baders“ den Ostseewellen hin. Gleich anschließend wird die Freiluftsaison offiziell mit dem ersten Kurplatzkonzert eröffnet. Ab 15 Uhr erklingt „Swing, Jazz & more“ von der Andreas Pasternack Swing and Dance Band.

Wie Binz den Weg vom unbedeutenden Bauern- und Fischerdorf zum renommierten Seebad nahm, erzählt Gästeführer Klaus Boy in einem Vortrag am 1. Mai um 20 Uhr im Haus des Gastes. „Mit Volldampf zu den weißen Villen“ heißt es dann am 2. Mai bei einem geführten Ausflug in die Nachbarorte Sellin und Göhren. Gereist wird wie in alter Zeit mit der Schmalspurbahn „Rasender Roland“. Zurück in Binz lädt eine kleine Fotoausstellung im Binzer Kleinbahnhof zum Verweilen ein. Sie zeigt vom 2. bis 7. Mai „Binzer Villen gestern und heute“. Für das perfekte Foto von den berühmten Binzer Villen verrät der Binzer Fotograf Mirko Boy Tricks und Kniffe. Auf drei geführten Foto-Touren durch Binz (2., 5. und 6. Mai) schult er neben dem Technikverständnis der Teilnehmer auch das Gefühl für die richtige Perspektive und den geeigneten Standort.

Einen Blick hinter die weißen Bäderstil-Fassaden gewährt die Aktion „Hereinspaziert in die Villen“ vom 3. bis 5. Mai. 13 Häuser öffnen ihre Türen für Besucher, die sich im Rahmen geführter Rundgänge ein Bild von der Geschichte der Häuser und ihrer Besitzer machen können. Darüber hinaus bieten weitere Häuser individuelle Besichtigungsmöglichkeiten an. Darunter auch das Haus Colmsee, das am 3. Mai um 20 Uhr zu einem illustren Abend mit Hausgeschichten und historischen Rügen-Kurzfilmen einlädt. In der Villa Salve wird am 5. Mai ein Historisches Dinner serviert, drei Gänge im Stil der „Belle Époque“, gewürzt mit historischen Binz-Geschichten.

Architektur in einer ganz anderen Dimension bietet das ehemals geplante und nie vollendete KdF-Seebad Prora. Das Dokumentationszentrum Prora stellt den „Koloss von Rügen“ in einem Vortrag am 4. Mai um 20 Uhr im Haus des Gastes vor. Weiter auf den Spuren der Bäderarchitektur können Besucher auf drei Ortsrundgängen durch Binz wandeln, die am 3., 6. und 7. Mai am Haus des Gastes starten.

Unter dem Motto „Licht.Kunst.Klang“ erlebt Binz am 5. und 6. Mai erstmalig eine faszinierende Licht- und Akustikinstallation, bei der das historische Kurplatzensemble mit moderner Laser-, Projektions- und Tontechnik inszeniert wird, am 6. Mai zusätzlich unterlegt mit Musik vom DJ-Plattenteller.



Weitere Informationen: www.ostseebad-binz.de




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