FineArtReisen® Artikel Nr. 196616 vom 14.04.2017
Quelle: FVA D Rheinland-Pfalz

Kleine Städtchen in großer Natur im Hunsrück

Wo Dorf- und Naturschönheiten gleichermaßen entzücken
Inmitten einer stillen Naturlandschaft liegen die kleinen Städte im Hunsrück. Denn wenn man sich die Mittelgebirgsregion auf der Landkarte anschaut, dann fällt gleich auf: Es gibt sehr viel Wald und Wiesen, sehr viel Ackerland und sehr viele kleine Städtchen und Orte. Ausflügler und Urlaubsgäste bewundern im Hunsrück die schiefergedeckten Fachwerkhäuser und schätzen die Möglichkeiten zur Entschleunigung. Diese erfasst die Städtchen Hermeskeil, Kirchberg, Simmern, Rheinböllen, Kastellaun oder Emmelshausen genauso wie die Dörfer und Weiler der Region.

Besondere Museen in Hermeskeil
Interessante Museen entdeckt man bei einem Stadtrundgang in Hermeskeil. Das Rheinland-Pfälzische Feuerwehrmuseum bietet eine interaktive Ausstellung rund um Geschichte und Tätigkeiten der Feuerwehr, die für große und kleine Besucher gleichermaßen spannend ist. Mehr als Hundert originale Flugzeuge und Hubschrauber aus aller Welt kann man auf 75.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche in der Flugausstellung Junior in Hermeskeil-Abtei bestaunen. Im Erlebnismuseum „Mensch und Landschaft“ im Infozentrum des Naturparks Saar-Hunsrück genießt man die Landschaft mit allen Sinnen.

Beeindruckendes Fachwerk in Kirchberg
Seinen Charme verdankt Kirchberg, die älteste Stadt im Hunsrück, vor allem den sehenswerten Fachwerkhäusern. Besonders schön ist der Historische Marktplatz. Das Ensemble ist ein bedeutendes Beispiel barocker Platzgestaltung im ländlichen Raum. Die Fachwerkhäuser, die den Marktplatz einrahmen, stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Auf Schinderhannes’ Spuren in Simmern
An der Stadtmauer der Kreisstadt Simmern/Hunsrück steht ein Pulverturm, der früher auch als Gefängnis diente. Sein bekanntester Insasse war der Räuber Johannes Bückler, der Schinderhannes, dem 1799 die Flucht aus dem bis dahin ausbruchsicheren Turm gelang. Heute dreht sich im ehemaligen Verließ, dem Schinderhannesturm, alles um die spannende Geschichte des Räuberhauptmannes. Zu sehen sind zum Beispiel ein Hut des Schinderhannes, seine Pistole und eine Replik des Fallbeils, mit dem er 1803 in Mainz hingerichtet wurde. Bei Führungen durch die Stadt oder den angrenzenden Soonwald kann man den Spuren des Räubers folgen.

Hochwildschutzpark Rheinböllen
Rheinböllen ist die zweitjüngste Stadt im Hunsrück. Am Rande des Naturparks Soonwald-Nahe und in Stadtnähe liegt der Hochwildschutzpark Rheinböllen. Dort tummeln sich auf 700.000 Quadratmetern Dam- und Muffelwild, Bisons und Braunbären sowie Wölfe, Luchse und Waschbären, aber auch Kängurus und Greifvögel.

Kastellaun – Altstadt, Burgstadt und Naturerlebnis
Die Altstadt von Kastellaun ist ein Kleinod im Hunsrück. Mittendrin, über den restaurierten Fachwerkhäusern, thront die Ruine der Sponheimer Burg. Die Burgstadt kann man auf interessanten Stadtführungen kennen lernen. Im Wald-Erlebnispark in Kastellaun sind Naturfreunde gut aufgehoben. Auf dem Barfußpfad oder im Hochseilgarten werden die Sinne trainiert und entlang des Sturmwurferlebnispfads erfährt man alles über die Folgen des Sturmes Kyrill, der 2007 auch über den Hunsrück fegte. Adrenalinschübe gibt es dann circa zehn Kilometer von der Stadt entfernt auf Deutschlands längster Hängeseilbrücke. Auf 360 Metern Länge und in hundert Metern Höhe schwebt die Hängeseilbrücke Geierlay über einem Bachtal.

Mit der Hunsrückbahn nach Emmelshausen
Die Hunsrückbahn fährt auf der steilsten Eisenbahnstrecke nördlich der Alpen durch fünf Tunnel und über zwei Viadukte von Boppard nach Emmelshausen, in die jüngste Stadt des Hunsrücks. Dort kann man seit Mitte letzten Jahres im alten Güterschuppen direkt neben dem Bahnhof Emmelshausen eine einzigartige Sammlung im sogenannten Hunsrückbahn-Museum bestaunen. So ganz nebenbei erfährt der Besucher auch etwas zur Geschichte der Stadt Emmelshausen, die eng mit dem Bau der Bahnstrecke zusammenhängt.


 



Weitere Informationen: www.rlp-info.de




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