FineArtReisen® Artikel Nr. 197271 vom 28.04.2017
Quelle: FVA D Sachsen

Sachsen für Mountainbiker

In Sachsen wurde das Freeclimbing erfunden. Dass man allein im Elbsandsteingebirge seine Kräfte an 1.125 freistehenden Sandstein-Kletterfelsen messen kann, wissen sicher viele. Dass auch Freerider, wie man Mountainbiker nennt, Strecken vorfinden, die deutschlandweit zum Teil einzigartig sind, spricht sich in der Szene schnell herum. Zwar wurde das Freeriding nicht in sächsischen Mittelgebirgen erfunden, aber Freaks wissen ganz genau, dass die Bedingungen hierzulade dem Ursprungsgedanken ihres verrückten und waghalsigen Sports ganz nahe kommen – vor allem im Erzgebirge.

Der steinige Weg durchs Erzgebirge
Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es einen Stoneman-Trail. Nur hier im Erzgebirge! Es ist der „Stoneman Miriquidi“. Zwei Länder, neun Gipfel und 4.400 Höhenmeter gilt es zu bezwingen – fernab der Zivilisation, mitten durch den dunklen Wald. Kenner sprechen von einer „Oberschenkelfolter vom Feinsten“. Gespickt sind die 162 Kilometer mit den geologischen Highlights des Erzgebirges ebenso wie mit kulturellen und geschichtlichen Aha-Effekten. Der jahrhundertelange Bergbau hat in dem Gebiet, das mit 150 Kilometern Länge und etwa 40 Kilometern Breite etwa so groß ist wie der Schwarzwald, seine eindrucksvollen Spuren hinterlassen. Der „Stoneman Miriquidi“ verbindet die neun höchsten Erhebungen des Erzgebirges. Der höchste Gipfel auf sächsischer Seite ist der Fichtelberg (1.215 Meter). Auf die Spitze treibt es der Keilberg (Klinovec) auf der tschechischen Seite des Erzgebirgskamms mit 1.244 Metern. In diesem zusammenhängenden Bike-Revier der Extraklasse erleben Stollenreiter also pure Emotion sowohl beim Fahren als auch links und rechts der Strecke. Mountainbike-Experten schätzen am Stoneman, dass ihn sowohl knallharte Racebiker als auch Durchschnittsbiker und Anfänger fahren können – und das jederzeit bestens ausgeschildert. Auf jedem Gipfeln übrigens warten eine Stempelstelle und eine Infotafel mit Karte und Beschreibung des nächsten Streckenabschnitts. Je nach Fitness und Muße lässt sich die einzigartige MTB-Strecke am besten an einem und bis zu sechs Tagen absolvieren. Am Ende winken eine Stoneman-Trophäe und der Eintrag in die offizielle Finisher-Liste.

Highlights des „Stoneman Miriquidi“ sind die Talsperre Cranzahl, der Gipfelrundweg und Aussichtsturm auf dem Bärenstein, die Basaltsäulen am Pöhl- und Scheibenberg, der Wurzelpfad zum Scheibenberg, das Trailcenter Rabenberg, der kleine Kranichsee, eines der bedeutendsten Hochmoore im Erzgebirge, die Wolfs- und Eisbinge am Blatenský vrch, die Aussichtsplattform auf dem Plešivec, die fahrtechnisch anspruchsvolle Auffahrt zum Klínovec und natürlich der Fichtelberg.

Trailcenter Rabenberg
Das Trailcenter Rabenberg ist Deutschlands erster Singletrail Park. Wer Lust hat auf Singletrails ohne Ende ist hier genau richtig. Absolviert werden können mehrere Runden auf etwa 50 Kilometern. Der Trail-Anteil um den Rabenberg ist beachtlich. Er liegt zwischen 
25 und 50 Prozent und sorgt damit für besonders viel Fahrvergnügen. Langwierige Tourenplanung und Orientierungsprobleme gibt es dank perfekter Ausschilderung der Strecken nicht: Einfach hinkommen, aufs Rad setzen und losfahren. Ob eine leichte und kurze Runde mit der Familie, eine Einsteiger-Tour oder ein tagesfüllendes Programm – alles ist möglich. Gefahren wird auf dem einem weitestgehend naturbelassenen Untergrund. Raffinessen wie Anlieger, Wellen, Kicker, North-Shores und natürliche Wurzelpassagen, Steinfelder, Holzstege, Hohlwege, Felsen und Kurven garantieren Aktion pur. Die Runden heißen Taster Loop, Peak Orbiter, Border Trail, Black Raven und Two Mountains Loop, sind zwischen sechs und 26 Kilometer lang und zählen Höhenmeter von 125 bis 880.

Das Bikerevier Erzgebirge bietet darüber hinaus rund um die Gemeinden Seiffen, Lengefeld, Neuhausen und Deutschneudorf sowie auf tschechischer Seite im Ort Lesna grenzüberschreitende, touristisch attraktive Mountainbike- und Rennradstrecken wie die Metall-Mountain-Tour. Der 789 Meter hohe Hausberg von Seiffen ist die beste Adresse, um sich einen Überblick über die Gegend zu verschaffen. Ideales Basislager für Pedalritter ist das „Forsthaus Frenzel“ in Lengefeld. Die Rad- und Bike-Pension offeriert Touren und Pauschalangebote durch das Mittlere Erzgebirge, bei denen neben sportlicher Aktivität auch ans Beine-Ausschütteln gedacht ist. Der Gasthof liegt direkt an den „Miriquidi Bike Trails“. Regelmäßig finden hier Trainingscamps von Mountainbikern aus ganz Deutschland statt. Außerdem trifft sich im Gasthof monatlich der Geländeradsport-Stammtisch, um über neuste Techniktrends, Touren oder Reisen zu fachsimpelt. Seiffen übrigens ist Geburtsort des ersten Mountainbike-Marathons in Deutschland: 1993 kämpften sich erstmals 214 Pioniere auf Stollenreifen 100 Kilometer durchs Erzgebirge. Heute rasen beim Erzgebirgs-Bike-Marathon (EBM) jeweils am ersten Augustwochenende über 1.500 Biker wie elektrisiert durch den Wald. Wer den Kick im böhmischen Teil des Erzgebirges sucht, findet diesen im Flowtrail-Park auf dem Keilberg (Klinovec) oder bei der Lesna-Kaleg-Tour.

Vor den Toren des Erzgebirges empfiehlt sich übrigens Chemnitz als MTB-Magnet – wenn die Stadt zum Mountainbikerennen „Heavy24“ am Stausee Oberrabenstein über 
1.000 Freizeitfahrer und ambitionierte Leistungssportler zusammentrommelt. 24 Stunden lang treten sie ununterbrochen in die Pedale. Ein vielfältiges Rahmenprogramm bietet auch „unbeteiligten“ Besuchern einige unterhaltsame Stunden am Stausee.

Panoramatouren im Vogtland und die Bikewelt in Schöneck
Mit vielen Mountainbike-Kilometern verspricht auch das Vogtland paradiesische Verhältnisse auf Erden. Besonders die Wurzeltrails locken in den Naturpark Erzgebirge-Vogtland mit Kammhöhen bis zu 1.000 Metern. Imposant ist zum Beispiel die Panorama-Kamm-Tour von Schöneck über Muldenberg, Schneckenstein und Klingental mit lohnenswerten „Seitensprüngen“ zur Talsperre Muldenberg, zum Besucherbergwerk, Mineralienzentrum und Topasfelsen in Schneckenstein und der Skisprungschanze in der Vogtland-Arena in Klingenthal. Bikern ist die mit 800 Metern über dem Meeresspiegel höchstgelegene Stadt des Vogtlandes durch den einen oder anderen Wettkampf bekannt: Ob „CRAFT Bike Trans Germany“, „Vogtland Bike Marathon“, „Downhill unter Flutlicht“ oder die Deutsche Enduro-Meisterschaft. Seit 2015 lockt nunmehr die Bikewelt Schöneck MTB-Fans an. Ein Übungsparcours für die ganze Familie, fünf Abfahrtsstrecken und insgesamt 265 Kilometer Mountainbike-Strecken bieten hier eine Vielzahl an Möglichkeiten für alle Radsportbegeisterten. Sie führen größtenteils durch die herrlichen Wälder rund um Schöneck, vorbei an Talsperren, Badeseen und kleinen Gaststätten. Der Übungsparcours bietet mit Dirt-, Slopestyle- und Kidsline, Pumptrack und Northshore-Elementen Abwechslung und Fahrspaß pur. Egal ob Kind oder Erwachsener, Anfänger oder Fortgeschrittener – hier findet jeder Spaß. Rasant den Berg hinab geht es auf verschiedenen Wegen. Ob Flowtrail oder Jumpline, Singletrail oder Downhillstrecke, es wird gewiss nicht so schnell langweilig. Bergauf geht es für Fahrer samt Bike übrigens bequem mit dem Vierer-Sessellift. Und wer noch keine Ausrüstung besitzt oder einfach mal schnuppern möchte, der findet in der Bikestation den richtigen Ansprechpartner, Radverleih und Reparaturservice werden genauso angeboten wie Fahrtechnikkurse oder Bikecamps. Geöffnet ist die Bikewelt Schöneck von Mai bis Oktober.

Das Zittauer Gebirge rocken
Im Zittauer Gebirge, im Dreiländerreck Sachsen – Polen – Tschechien offenbaren sich Sandstein und Wald als Felsenlabyrinth – verlockend für Biker. Im 48 Quadratkilometer kleinen Mittelgebirge bewegen sich Biker auf kleinen Wegen über Hochwald, und die knapp 800 Meter hohe Lausche, beiderseits der deutsch-tschechischen Grenze. Zum Teil sind die Wege und Pfade nur handtuchbreit.

Der „XTERRA MTB Trail“ bietet Mountainbikefeeling in all seinen Facetten – von Badesee bis Gebirgsgipfel, von Wald bis Sandsteinfelsen. Zur „O-SEE-CHALLENGE“ jedes Jahr im August wird die 36 Kilometer lange Strecke im Naturpark Zittauer Gebirge zur Wettkampfstrecke. Das international bekannte Cross-Triathlon-Event führt dann rund 1.000 Athleten aus Europa und Übersee an den Olbersdorfer See im ehemaligen Braunkohlentagebau. Bis hinauf zum Gebirgskamm sind Steigungen bis 20 Prozent zu bezwingen. Die leicht verblockte Abfahrt gibt Spaß bei Trockenheit, aber bei Nässe wird sie zur Herausforderung. Eine kurze, leichte MTB-Tour mit einigen Singletrails und schwieriger Downhill-Abfahrt über eine Distanz von 300 Metern bietet eine Tour rund um den Oybin.

Spaß ohne Trails? Touren durch den Nationalpark Sächsische Schweiz
Es sind nicht die Trails, die den Nationalpark Sächsische Schweiz für Mountainbiker interessant machen. Es gibt nämlich keine. Dennoch finden sie in der Felslandschaft voller Tafelberge, Klüfte und Klammen manch spannende Kilometer. Auf der Nationalparkroute Sächsische Schweiz zum Beispiel: Knapp 40 Kilometer lang und 805 Meter hoch führt der technisch einfache Rundkurs von Bad Schandau aus über wenig befahrene Straßen und Forstwege meist moderat durch das Kirnitzschtal. Konditionell verlangen kurze steile Anstiege etwa zu den Schrammsteinen hinauf etwas Kraftaufwand. Das Elbsandsteingebirge ist auch eingebunden in die 500 Kilometer lange Radroute Sächsische Mittelgebirge, die durchs Vogtland, das Elstergebirge, Erzgebirge, die Sächsischen Schweiz, das Lausitzer Bergland und das Zittauer Gebirge führend raue Idylle mit sanftem Charakter verspricht.



Weitere Informationen: www.sachsen-tourismus.de




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