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FineArtReisen® Artikel Nr. 170062 vom 26.02.2016
FineArtReisen® Veranstaltungshinweis
Quelle: kulturkurier

Kammerkonzert bei Kerzenschein

Walter Buttkus, Flöte

Urara Oku, Violine

Carsten Jaspert, Violoncello

Bernhard Römer, Cembalo



Triosonaten von Johann Sebastian Bach, Telemann und Ibert



Eintritt: 12 EUR (9 EUR) zzgl. Systemgebühren

Tickets: Service-Center der HAZ, Kulturring, amei’s Buchecke

Tickets: www.andreaskantorei.de (auch „print@home“-Tickets)

Abendkasse ab 17.30 Uhr



 



Georg Philipp Telemann (1681–1767)

Triosonate a-Moll TWV 42:a4 aus “Essercizii musici”

für Flöte, Violine und Basso continuo



Bei den musikalischen Übungen – Essercizii Musicii – des Komponisten Georg Philipp Telemanns handelt es sich um eine Sammlung von Sonaten, geschrieben für unterschiedliche kammermusikalische Besetzungen. Die Werke stellen zum einen gehaltvolle und abwechslungsreiche Kompositionen in technischer und tonaler Hinsicht dar – zum anderen bilden sie eine umfangreiche Übersicht an den kompositorischen Möglichkeiten im achtzehnten Jahrhundert.

Gleichsam als Vorbote des Telemann-Jahrs 2017 haben die vier Künstler des heutigen Abends die Sonate a-Moll auf das Programm gesetzt.





Johann Sebastian Bach (1685–1750)

Sonate G-Dur BWV 1027 für Violoncello und Cembalo



Die drei Sonaten für Viola da Gamba und Cembalo (BWV 1027–1029) von Johann Sebastian Bach zählen zu dessen bekanntesten Kammermusikwerken. Sie haben keinen stilistischen Bezug zu der zeitgenössischen französischen Gambenkultur (etwa eines Antoine Forqueray, Sainte-Colombe oder Marin Marais), die durch virtuose Verzierungen und hoch entwickeltes Akkordspiel gekennzeichnet war. Es gilt daher auch als wahrscheinlich, dass diese Werke original nicht für Gambe geschrieben wurden; vielmehr hat sie Bach wohl für dieses Instrument eingerichtet. Die drei Sonaten sind fast zur Gänze kontrapunktisch gesetzt, das heißt, Gambe und die beiden Hände des Cembalos sind gleichberechtigt am dreistimmigen Satz beteiligt.

Die G-Dur-Sonate liegt auch in einer Fassung für zwei Querflöten und Continuo vor (BWV 1039). Bach oktavierte die Stimme der zweiten Flöte und gab sie der Gambe. Der dritte Satz ist eine bemerkenswerte harmonische Studie; die beiden schnellen Sätze stellen Fugen beziehungsweise Fugati dar.





Jacques Ibert (1890-1962)

Deux Interludes für Flöte, Violine und Cembalo



Jacques Ibert  war zusätzlich zu seiner regen musikalischen Tätigkeit von 1937 bis 1960 Leiter der Académie de France in Rom. 1940 wurde Iberts Musik durch das Vichy-Regime verboten, woraufhin er in die Schweiz auswanderte. 1944 rief ihn Charles de Gaulle zurück ins französische Musikleben. Seine Deux Interludes (musikalische Zwischenspiele) sind 1946 entstanden. Zeitlebens weigerte sich Ibert, sich einer Schule oder Mode zu verschreiben. „Seine Musik kann festlich und heiter.. lyrisch und inspiriert oder deskriptiv und evozierend sein. Oft wohnt ihr ein leiser Humor inne.“ (Alexandra Laederich). In der Wahl der Instrumente Flöte, Violine/Viola, Harfe/Cembalo orientiert sich Ibert an der Besetzung der barocken Triosonate. Das erste Interlude mutet bisweilen nostalgisch-melancholisch an, das zweite erklingt in einem Wechsel von spanischer Virtuosität und sehnsuchtsvoller Melancholie.





Johann Sebastian Bach (1685–1750)

Triosonate g-Moll

Urfassung der Gambensonate BWV 1029 für Flöte, Violine und Basso continuo



Die Gesamtform und viele Details erinnern deutlich an die Konzertform, und es ist bereits vermutet worden, dass die Sonate aus der Bearbeitung eines Konzerts (dann wohl für zwei Flöten) entstand. Schon das Unisonothema des ersten Satzes lässt an das dritte Brandenburgische Konzert denken; die Soli stellen ihm ein eigenes kontrastierendes Thema entgegen. Im Mittelsatz deutet die schlichte Bassstimme eine einfache und fast archaische Harmonik an, über die die beiden Oberstimmen einen sehr ausdrucksvollen und durch viele Vorhalte gekennzeichneten Zwiegesang entwickeln. Der Schlusssatz ist eine Fuge, deren ausgedehnte Zwischenspiele aber überraschend ein deutlich kontrastierendes zweites Thema „cantabile“ einführen – dadurch erhält der Satz schon Anklänge an den empfindsamen Stil, der erst in der nächsten Generation aufkommen sollte.




Termin(e): 28.02.2016 18:00
St.-Andreas-Kirche Hildesheim
Andreasplatz, 31134 Hildesheim


Quelle: kulturkurier





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