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FineArtReisen® Artikel Nr. 170187 vom 27.02.2016
FineArtReisen® Veranstaltungshinweis
Quelle: kulturkurier

Die neue Medienlandschaft - Warum wir überall dasselbe lesen

Auf dem Podium:
Uwe Krüger, Stefan Schulz und Andreas Tyrock.



„Der Meinungskorridor war schon mal breiter. Es gibt eine erstaunliche Homogenität in deutschen Redaktionen, wenn sie Informationen gewichten und einordnen.“ Nicht nur Außenminister Frank-Walter Steinmeier wundert sich über den „Konformitätsdruck in den Köpfen von Journalisten“. Glaubt man einer Meinungsumfrage für ZEITonline vom Dezember 2014, dann haben 47 Prozent der Deutschen den Eindruck, dass ihre Medien einseitig berichten, und im Oktober 2015 gaben in einer Umfrage für den WDR 37 Prozent an, dass ihr Vertrauen in die Medien in den letzten Jahren gesunken sei. Wie konnte es zu dieser Vertrauenskrise der deutschen Öffentlichkeit kommen? In den Redaktionen wird die Ursache weitgehend beim Publikum selbst verortet. Doch gibt es, so zeigt der Medienwissenschaftler Uwe Krüger in seinem Buch "Mainstream - Warum wir den Medien nicht mehr trauen" (Beck 2016), in den großen Medien tatsächlich eine Verengung des Meinungsspektrums, durch die bestimmte Positionen unterrepräsentiert sind. Dieser Mainstream-Effekt hat mit Lobby-Netzwerken und vertraulichen Hintergrundkreisen ebenso zu tun wie mit der sozialen Herkunft der Journalisten und den dramatisch verschlechterten Arbeitsbedingungen der Branche.


Welche Folgen hat der digitale Wandel für unsere Gesellschaft? Es ist noch nicht lange her, da wurde die Presse als „Vierte Gewalt“ aufmerksam beobachtet. Heute stellt sich die Frage: Wie viele Zeitungen wird es im 21. Jahrhundert überhaupt noch geben? Und was passiert, wenn kostenlose Medien im Internet den professionellen Journalismus verdrängen? Der Soziologe und Publizist Stefan Schulz hat erlebt, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ in die Krise geriet. Und er hat bei den Internetkonzernen recherchiert, die Newsfeeds liefern, die von Algorithmen statt von einem urteilenden Verstand unter die Leute gebracht werden. Wie wir mit den neuen Informationsangeboten souverän umgehen können, zeigt sein neues Buch "Redaktionsschluss - Die Zeit nach der Zeitung" (Hanser 2016).


Uwe Krüger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Journalistik an der Universität Leipzig. Sein Buch "Meinungsmacht" über die Netzwerke der Alpha-Journalisten im Eliten- Milieu ist breit diskutiert worden. Unter anderem wurden seine Ergebnisse von der ZDF- Satiresendung "Die Anstalt" in ihrem inzwischen legendären Sketch "Qualitätsjournalismus" aufgegriffen


Stefan Schulz, geboren 1983, studierte in Bielefeld Soziologie. Frank Schirrmacher entdeckte seine Texte im Blog Sozialtheoristen http://sozialtheoristen.de/und holte ihn 2011 zur FAZ. Seit 2014 ist Schulz freier Publizist, derzeit bereitet er mit Kollegen die Gründung einer Tageszeitung vor. Sie soll von 2016 an das deutsche Geistesleben mit Berichten von vor Ort dokumentieren.


und

Andreas Tyrock, Chefredakteur der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ).


Eintritt: € 8,00


Kartenvorverkauf:


TicketCenter der Theater und Philharmonie Essen, II. Hagen 2, 45127 Essen, Tel.: 0201/81 22-200 und Buchhandlung Proust, Am Handelshof 1, 45127 Essen, Tel. 0201/ 839 68 40, info@buchhandlung-proust.de (bei Proust reservierte Karten bitte bis 2 Tage vor der Veranstaltung abholen).


>>>>In der Reihe Lesart
- einer gemeinsamen Veranstaltung von Deutschlandradio Kultur, der Buchhandlung Proust, des Schauspiel Essen und der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) - diskutieren die Podiumsgäste aktuelle Sachbuch-Neuerscheinungen.
Lesart wird vom Deutschlandradio Kultur 6 x im Jahr in Essen aufgezeichnet und am jeweils folgenden Samstag im Rundfunk gesendet.

Termin(e): 05.04.2016 20:00
Café Central im Grillo-Theater
Theaterplatz 11, 45127 Essen


Quelle: kulturkurier





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